Historisches zum Gebäude
Das fast quadratische Gebäude mit zwei Straßenseiten feierte am 2. Mai 1960 Richtfest. Aus dieser Zeit stammen die massiven Betonstrukturen, denn die erste Nutzung war die Aufbereitung und Abfüllung von Weinimporten und die Herstellung von Spirituosen. Im ersten Obergeschoss befand sich die Abfüllung, im zweiten Obergeschoss das Kontor, im dritten und vierten Obergeschoss das Lager. Abgefüllt wurde damals durch den Falldruck der im vierten Stock stehenden Fässer zur ersten Etage!

1977 wurde das Gebäude für eine internationale Spedition in ein reines Bürohaus umgebaut. Damals wurden die wärmedämmenden Außenseiten aus Glas angebaut. Eine technisch sehr elegante Lösung, damals Stil prägend für die Martinistraße. Die Nachbarhäuser zum Brill sind neueren Baujahrs und leider in einem anderen Baustil. Wärmetechnisch gehört dieses Gebäude zu den energieeffizientesten der Innenstadt!

1998 wurde der Fahrstuhl komplett erneuert, 2002 wurden die Garagenstellplätze an der Langenstraße zu Ladenflächen umgebaut und ein neuer Eingang von der Langenstraße geschaffen. Sie können wahlweise als Büroadresse Langenstr. 47 oder Martinistr. 60 angeben.

Viele weitere kleine Optimierungen innerhalb des Gebäudes wurden in den letzten Jahren durchgeführt.

 
 
 

Historische Anmerkungen zur Altstadt
Dieser Teil der Bremer Altstadt war seit frühester Zeit bebaut. Im 19. Jahrhundert verlief auf dem Grundstück die Sempfstraße, die hier in die Langenstraße einmündete und durch Grundstückszusammen­legung Ende der 40er Jahre komplett überbaut wurde.

Erst ab 1959 konnte dieses Haus gebaut werden, da die Stadt Bremen erst damals die genaue Straßenlage der Martinistraße definiert hat. Die Martinistraße ist eine völlig neue Schneise durch die bis dahin verkehrsungünstige Altstadt. Bis in die Mitte der 70er Jahre wurden für den damals ansässigen Produktionsbetrieb die langen 38-Tonnen-Lkw auf der Straße ent- und beladen, was entsprechende Verkehrsbehinderungen auslöste.

In den 90er Jahren entstand an der Weser und der dort verlaufenden Schlachte das lebhafte Gastronomieangebot.