CE-Lösung in der Elektrotechnik

Achtung: ab 2021 eigentlich eingestellt!

Vorweg: Sondermaschinen und Laborgeräte bearbeite ich gerne weiterhin, da ich viel Stammkundschaft habe. IT-Technik EN 62368 ist gerade 2020 aktualisiert, aber nicht mein Hauptgewerk. Zickig wird es bei den vielen Haushaltsgeräten (EN 60335) und Exoten wie tragbaren Werkzeugen, hier schlägt das Normenproblem zu: ich kann diese nicht mehr recherchieren und entsprechend nicht mehr sagen, was sich da geändert oder verschärft hat. Am deutlichsten trifft das Beleuchtungseinrichtungen! Deshalb habe ich seit Ende 2020 keine Aufträge aus dem Bereich mehr angenommen.

Normalerweise würde ich so vorgehen:

  1. Festlegung der bestimmungsgemäßen Verwendung und damit Festlegung des Anwenderkreises.
  2. Klassifizierung, also Ermittlung, welche Richtlinien zu bearbeiten sind - typisch sind Niederspannung-, EMV, RoHS und ErP-Ecodesign-Richtlinie.
  3. Normenrecherche und Auswertung dieser Normenvorgaben - typisch sind Normen wie EN 60204, EN 61010, EN 62368 als Nachfolger von EN 60950.
  4. Daraus entwickelt sich meist eine umfangreiche Abarbeitung von Checklisten, denn diese Hauptnorm verweist meist auf weitere Normen und Normenteile.
  5. EMV- oder gar RED-Anforderungen ergeben sich in Abhängigkeit von der elektrischen Sicherheitsnorm, was davon extern geprüft werden sollte, klären wir!
  6. Daraus ergeben sich auch Dokumentationsanforderungen und Vorgaben für die Benutzerinformation!
  7. Sie bekommen eine Vorlage für die Konformitätserklärung und das Typenschild.

Zur Klarstellung: Die Verantwortung für die CE-Kennzeichnung (im Typenschild) bleibt immer bei Ihnen als Importeur oder Hersteller, nie bei mir oder einer Prüfstelle!

Viele Arbeitsschritte können auch mit Unterstützung externer Labore durchgeführt werden. Leider ist derzeit die Streuung groß, was Inhalt und Rechnungssumme angeht. Für viele Kunden ist es auch wichtig, einfach mal zu klären, ob da zu viel oder zu wenig extern überprüft wurde!

Der Brexit hat Spuren hinterlassen: ich gehöre zu denen, die steif und fest sagen: der Inverkehrbringer ist der EU ansässig. Leider besteht auch kein Abkommen (MRA) zu gegenseitigen Anerkennung von irgendwelchen CE-Dingen in diesem CE-Feld!

2020er Kosteneinschätzung war für einen Tag vor Ort (ca. 8 Stunden), Anfahrt, Vor- und Nachbereitung wie Vorgaben oder Auswertung von Prüfberichten, ein Paketpreis: 2.100 €. Leider kann ich dies nur noch selten für Produkte, die in mein Portfolio passen, anbieten!